Vor allem bei „Neutralisierungsaufträgen“ müssen Frachtführer die ursprünglichen Frachtbriefe bzw. Transportdokumente austauschen, damit gegenüber dem Empfänger die tatsächliche Bezugsquelle des Händlers nicht offen gelegt wird. Dabei kommt es öfters zu Problemen und Schadensfällen. Ein CMR-Beförderungsvertrag ist ein Konsensualvertrag, d.h. er kann formfrei und mündlich geschlossen werden. Die Ausstellung oder Übergabe eines Frachtbriefes ist zwangsläufig nicht erforderlich. Dennoch hat der Frachtbrief aufgrund der Bestimmungen der CMR eine erhöhte Bedeutung im Transportgeschäft. Vor allem dient der Frachtbrief als Urkunde und Sperrpapier. Auch abseits der Bestimmungen der CMR kommt dem Frachtbrief Bedeutung zu. Gemäß den Bestimmungen des Güterbeförderungsgesetzes hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass in jedem zur gewerbsmäßigen Beförderung von Gütern verwendeten Kraftfahrzeug ein Begleitpapier, oder ein sonstiger Nachweis mitgeführt wird, in dem das beförderte Gut, der Be- und Entladeort und der Auftraggeber angegeben werden. Diese Verpflichtung kann unter anderem mit einem Frachtbrief erfüllt werden. Das Güterbeförderungsgesetz verlangt im Übrigen einen schriftlichen Nachweis. Nach Ansicht des BMVIT ist ein elektronischer Nachweis im…